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. Löwenlauf (Marathon) am 15.10.2011


Warum in die Ferne schweifen?

Sieh, das Gute liegt so nah! Diese Erkenntnis, frei nach der „Erinnerung“ unseres Dichterfürsten Johann WOLFGANG von Goethe, hätte mir durchaus früher kommen können. Denn eigentlich müßte ich mich ja schämen. Stolze 44 km von meiner Haustür entfernt wird der nach dem Siebengebirgsmarathon nächstgelegene Marathonlauf ausgetragen, und das seit 1987. Zehn Jahre schon laufe ich regelmäßig über diese Distanz, aber nicht über eben diese Strecke im Westerwald und hatte in jedem Jahr die gleiche Ausrede parat: Da ist ja noch der und der und der Lauf und die sind alle viel wichtiger und der in Hachenburg läuft mir nicht weg und den kann ich ja jederzeit machen und überhaupt. Wenn ich diese Argumentationskette nicht durchbreche, werde ich mit 80 noch nicht dagewesen sein. Daher gilt in diesem Jahr keine Ausrede mehr und bevor die Gebrechen zu stark zunehmen, wird heute endlich angetreten. Schließlich ist Hachenburg ein staatlich anerkannter Erholungsort und was gibt es Erholsameres als einen Marathonlauf in Gottes freier Natur? Gut, zugegeben, auch mir fallen da spontan durchaus Alternativen ein…

Welch ein Gegensatz jedoch zu meinem letzten Einsatz auf der Königsstrecke: Noch vor fünf Wochen lief ich mit weit über 4.000 Gleichgesinnten in der Schweiz den Jungfrau-Marathon, heute sind es deren 129 im Ziel. Doch ein ernsthaft angestellter Vergleich dieser beiden Landschaftsläufe hinkte stark und wäre gegenüber der heutigen Veranstaltung höchst ungerecht. Denn auch hier ist man mit viel Herzblut bei der Sache. Mit ihrer jetzt 25-jährigen Tradition und Erfahrung können die Veranstalter nämlich durchaus mit den Großen mithalten. Und bleiben dabei trotzdem immer noch familiär, womit der Hachenburger Löwenlauf, so die veranstaltende DJK (für: Deutsche Jugendkraft, der katholische Sportverband) Marienstatt, weiterhin zum absoluten Wohlfühl-Lauf avanciert. Und das ist es doch, was wir wollen.

Man bietet uns zum Silberjubiläum ein breit gefächertes Angebot an Wettbewerben über das ganze Wochenende mit Festival-Charakter: Ein sportliches Rahmenprogramm, spannende Strecken durch eine attraktive Landschaft und das einmalige Flair beim Zieleinlauf am historischen "Alten Markt" in Hachenburg sprechen für sich. Was vor 24 Jahren mit rund 200 Teilnehmern begonnen hatte, lockt mittlerweile weit über 1.000 Sportler an. Dazu kommt der karitative Aspekt des Ganzen: Bereits seit 1989 werden durch die Löwenlauf-Veranstaltungen mit der "Madras-Hilfe" zwei Kinderheime sowie eine Dorfambulanz in Südindien projektgebunden unterstützt. Beide Heime betreuen etwa 400 Kinder aus ärmsten Familien, die regelmäßig die Schule besuchen können, in festen Unterkünften wohnen und täglich mehrere Mahlzeiten erhalten. So konnten die Löwenläufer bisher über 90.000 € an den gemeinnützigen Verein „Kinderheim und Dorfambulanz Südindien e.V.“ übergeben.

Am Vorabend düsen Elke und ich zum ersten Mal nach Hachenburg, denn der Veranstalter hat Herbert Steffny, seines Zeichens Marathon-EM-Bronzemedaillengewinner 1986, dreifacher Frankfurt-Marathon-Sieger, 16-facher Deutschen Meister über 10 000 Meter, 25 Kilometer, Marathon, Berg- und Crosslauf, Diplom-Biologe, Trainer, TV-Laufexperte, Sportjournalist und Autor zahlreicher Standardwerke der Laufszene zu einem Multimedia-Vortrag zum Thema: "Bei den Wunderläufern im Hochland von Kenia  und was wir davon lernen können" verpflichtet. Herbert hatte schon in den 1980er-Jahren als einer der ersten Weißen in Kenia trainiert und führt uns ins Hochland von Kenia zu den wahren Wurzeln des afrikanischen Laufwunders. Er referiert in seinem motivierenden Sportreisebericht über das (angebliche) kenianische Laufwunder, die Evolution des Laufens (Im Rift Valley lernte der Mensch das Laufen),  über Historie und Statistiken zu Kenia, der laufenden Übermacht, zu seinen Erlebnissen als Gast im Hochland bei den Kalenjin , zur Fitness als Notwendigkeit, zur  Ernährung der Läufer (Wunderwurzeln?), der dünnen Hochlandluft (Höhentraining) und erklärt abschließend, warum der weiße Mann hinterherläuft. Klasse, gerade den letzten Punkt kann ich morgen prima als Argumentationshilfe für mein Abschneiden gebrauchen. Meine von ihm signierte Startnummer ist der krönende Abschluß seines Vortrags.e

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Vorher hatten uns örtliche Sportvereine ihr Können gezeigt und danach steht der Abend ganz im Zeichen der Partnerschaft mit Indien. Der Verein "Kinderheim und Dorfambulanz Südindien" bedankt sich für die langjährige Unterstützung durch den Löwenlauf und hat einen indischen Abend mit original indischen Speisen, indischer Musik und indischem Flair organisiert. Wir füllen tapfer die Kohlenhydratspeicher mit exotischer Kost und lassen uns von Anuradha Prakash Patil mit indischen Tänzen unterhalten.

Am nächsten Morgen bildet die Rundsporthalle mit ihren günstigen logistischen Möglichkeiten die Kulisse für den Start, der läuferfreundlich um 11.30 Uhr (Marathon) erfolgt. Dank dieser späten Startzeit konnte ich noch gemütlich mit der Familie frühstücken, die samstäglichen Aufträge verteilen und mich anschließend mehr oder weniger unauffällig zum Laufen verdrücken. Frisch geduscht werde ich dann am Abend die Ausführung kontrollieren können. Wieder einmal habe ich mein schweres Schicksal zu beklagen… Wer mir das so nicht ganz abnimmt, liegt durchaus richtig, denn es gibt schon Gegenwind von der Gattin. Aber das Leben ist ein Geben und Nehmen, so finden wir einen Ausgleich, mit dem beide leben können.

Das seit dem Mittelalter bestehende Hachenburg (die „heimliche Kulturhauptstadt des Westerwalds“), eine Ansiedlung um die gleichnamige Burg, hat knapp 5.700 Einwohner, von denen man vermuten muß, daß so ziemlich alle heute versammelt sind, um an einem der zahlreichen Laufwettbewerben teilzunehmen oder zumindest daumendrückenderweise an Start und Ziel zu stehen. Es ist schon beachtlich, was hier an Aufwand betrieben und Resonanz erzielt wird.

Eine interessante und abwechslungsreiche Strecke haben sich die Veranstalter ausgesucht: Zur Hälfte Wald- und Wanderwege, der Rest befestigt, gut verteilte 455 Höhenmeter und auch zwei Berge (seit der Jungfrau sind „Berge“ für mich allerdings sehr relativ geworden) als „Höhepunkte“, die wir bei den km 13 und 33 zu nehmen haben werden. Einige km werden sowohl für den Hin- als auch den Rückweg genutzt, aber die Wahrscheinlichkeit, dort jemandem aus dem Marathonfeld zu begegnen ist doch eher gering.

Ich nutze die Gelegenheit gerne, im Vorfeld mit einigen mit bekannten Läufern, unter anderem der sympathischen mitveranstaltenden und –laufenden Sabine Schneider zu plaudern und dann wird es ernst. Auch für Herbert, der den Startschuß abgibt und es sich nicht nehmen läßt, die ersten zwei Drittel mitzulaufen. Als Training für Frankfurt in 14 Tagen, damit ihm als Co-Kommentator nicht das Mikro vor Schwäche aus der Hand fällt, wie er schmunzelnd sagt. Nach dem Startschuß und einigen Metern durch die Stadt führen die ersten 13 km vorwiegend bergauf. Die km-Schilder stehen im Einertakt bis km 12, dann verlassen wir die mit Halbmarathonstrecke und finden die nur noch im Fünfer-Abstand von km 15 bis km 40.

Nach einem guten Km sind wir schon aus der Stadt heraus und biegen in den Wald ab, sehen die Schneisen, die „Kyrill“ in den Wald geschlagen hat und erfreuen uns des guten Wetters. Kaum 4 km gelaufen, können Ortskundige rechterhand mit den Schloß- und Kirchturmspitzen bereits das Ziel erahnen. Schnell wieder weggucken! Die erste Atzung gibt es nach etwa 6 Km, jahreszeitlich bedingt sind Wasser, Tee und Iso (zu) gut gekühlt, ich muß langsamer trinken, als mir lieb ist, und daher auch kurz stehenbleiben. Windräder und weites Land bestimmen die nächsten Km. Ja, Gegend hat’s hier genug! Wir durchqueren einen Reiterhof und schon sind die ersten 10 km Geschichte.

Die ständig wechselnden Untergründe sind immer gut zu belaufen, es sei denn, ja, es sei denn, man heißt Dietmar (nicht Mücke), eifert dem Dietmar (Mücke) nach und bestreitet seinen ersten Marathon barfuß. Natürlich wird der gebürtige Nürnberger direkt interviewt und nach seinen Erfahrungen befragt, schließlich schätze auch ich den wenig bis unbeschuhten Lauf ebenfalls sehr, bin aber nicht so mutig. Seine FiveFingers hält er in den Händen und zieht diese über, wenn es zu übel wird. Mit den Schuhen an den Füßen enteilt er im Sauseschritt, ist er barfuß, hole ich ihn wieder ein.

Der erste der zu bezwingenden Berge ist bei Km 13 der Große Weißenstein nahe der Ortschaft Lochum. Hier wird es für mich heimatlich, denn nördlich von ihr, nahe Linden,  liegt die Quelle der Wied, die durch meinen Heimatort Waldbreitbach fließt. Einen Wiedweg hat man von hier bis zur Mündung in den Rhein bei Neuwied/Irlich ausgeschildert, 106 km lang, der im vergangenen Jahr von einigen ganz Harten erstmals als Tagestour gelaufen worden war. Ich hatte seinerzeit gekniffen, wohl wissend, was die Jungs sich angetan haben. Denn nicht nur die Strecke an sich, auch sehr, sehr viele Höhenmeter auf und ab, insbesondere in der zweiten Hälfte, sind zu bezwingen. Start war um 5 Uhr, Eintreffen am Rhein um etwa 22.30 Uhr mit viereinhalb  Stunden Zeitverzug gegenüber der Planung. Etliche Passagen des Wiedwegs belaufen wir heute.

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Die nächsten 4 km sind beinahe flach, ideal zum Erholen. Vorbei am Golfplatz geht es weiter, die gleichnamige Ortschaft umrundend, an den (zur Zeit trockengelegten) Dreifelder (oder auch See-)Weiher, dem mit 123 ha Fläche größten See der Westerwälder Seenplatte. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde u. a. er künstlich zur Fischzucht angelegt und wird im Übrigen von der Wied durchflossen. Ja, was dem Rhein im Bodensee recht ist... Die wenigen Straßenüberquerungen sind vorbildlich durch die Feuerwehrkameraden gesichert. Die, wenn wir nicht hätten!

Wir umrunden den Dreifelder Weiher großräumig und haben an seiner Südspitze auch den südlichsten Punkt der Strecke erreicht. Dieser Abschnitt ist für mich der attraktivste des gesamten Laufs. Unbefestigte Naturwege führen durch lichten Wald, Wurzelpurzelwege sind zu nehmen und verlangen meine ganze Aufmerksamkeit. Dabei sind einige kleine Brückelchen zu überqueren, klasse. Ich weiß nicht, ob das eine Frage des zunehmenden Alters ist, aber ich kann Landschaftsläufen immer mehr abgewinnen. Der Weg verläuft weiter am Haiden- und Hoffmannsweiher; die Höhenlage der Seenplatte bewegt sich übrigens zwischen 400 und 420 m. Nördlich von Dreifelden haben wir einen 10 km langen, beinahe ebenen, kompletten Kreis geschlagen und befinden uns ab sofort auf dem Rückweg in Richtung Norden.

Um die insgesamt sieben Seen der Westerwälder Seenplatte verläuft der 36 km lange „7-Weiher-Weg“, der auch an den Aussichtstürmen Helleberg bei Freilingen und Gräbersberg bei Alpenrod vorbeiführt, wir belaufen ihn über etliche Zeit. Ausgangspunkt ist der Parkplatz am großen Waldspielplatz Steinen, an dem die Errichtung eines interessanten Natur- und Informationszentrums geplant ist. Nur ein paar Meter sind es zur bereits erwähnten  Wiedbachquelle in der Nähe der Gemeinde Linden. Ich glaube, hierhin muß ich mal zu einem „Langen“ zurückkehren. Oder wie wäre es mit einem „Sieben-Weiher-Marathon“, Sabine? Ruf‘ – mich – an! Die fehlenden 6 km müßten doch auch noch irgendwie zusammenzubekommen sein.

Wieder einmal riesigen Dusel habe ich heute mit dem Wetter: Dank der Startzeit um die Mittagsstunde und eitel Sonnenschein ist mir angenehm warm, auch wenn die Quecksilbersäule von morgendlichen 4° nur auf 11° steigt. Selbst der Wind hält sich in erträglichen Grenzen und gerade der pfeift im Westerwald ja angeblich so kalt. Dem kann auch so sein, ich sage es Euch! Auf jeden Fall ist die Tour deutlich weniger hart als die des Münchner Klaus’ am letzten Wochenende in und um Söll in Tirol. Mein innerer Pigdog hat daher heute maximal Meerschweinchengröße.

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Vor mir ist jetzt unverkennbar eine Läuferin unterwegs, die ich jetzt eigentlich überholen könnte, aber seit dem vorletzten Wochenende ich bin gehemmt. Andreas Bericht aus Bremen hat mich nachdenklich gemacht und verunsichert. Ist das Überholen weiblicher Personen durch einen Kerl noch politisch korrekt? Vielleicht gar sexistisch? Andrea zufolge ist der Überholvorgang nämlich als Erbe der Evolution nichts anderes als männliches Imponiergehabe: ein Signal an die Frauen, dass hier ein starker Beschützer gesundes Erbgut weiterzugeben hat. Also: erstens habe ich schon mehrfach und zweitens komme ich langsam aus dem Alter heraus. Jetzt nicht für die technische Durchführung als solcher, sondern für diejenige mit langjährigen Folgen. Daher nehme meinen ganzen Mut zusammen und ziehe vorbei.

Danach gilt es im weiteren Verlauf, wieder an Höhe zu gewinnen. Wobei bis auf die flache Seerunde eigentlich ständige Wechsel zwischen Auf und Ab stattfinden. So kommen natürlich doch etliche Höhenmeter, insgesamt 455, zusammen, wobei die Einzelsteigungen völlig harmlos sind. Natürlich nur dann, wenn Du etwas drauf hast. Ab gut der Hälfte laufe ich den Rest mit Stefan aus dem Bergischen zusammen, wir haben uns viel von vergangenen und zukünftigen Heldentaten zu erzählen und so ist der weitere Verlauf äußerst kurzweilig und lenkt vom völlig fehlenden Zuschauerzuspruch unterwegs ab. Danke, Stefan, und alles Gute beim Röntgenlauf!

Am Campingplatz vorbei begleitet uns wieder das vertraute Bild: Windräder und Kühe, die jede Menge laufender Rindviecher als Artgenossen erkennen. Der Feuerwehr wird der Wäller (Westerwälder) Schlachtruf „Hui Wäller!“ entboten, das „Allemol!“ folgt auf dem Fuße.

Weit voraus bewegt sich, für mich unerreichbar, ein bewunderungswürdiges Phänomen. Obwohl ihm die Bezeichnung eigentlich nicht gerecht wird, denn das klingt nach Zufall und bekanntermaßen kommt nichts von alleine. Der im südlich der Seenplatte gelegenen  Weidenhahn wohnende Norbert Hoffmann, spätberufener Läufer und Senior der 3 Generationen Hoffmann (Opa, Mama, Enkelsohn), ist aktueller Weltmeister der AK M70 im 100 km-Lauf (9:49!!!), errungen in Winschoten. Und läuft mich als 20 Jahre Älterer problemlos in Grund und Boden, dreieinhalb Stunden über flache 42 km sind für ihn durchaus noch Normalmaß. Und das beleibe nicht nur ein Mal im Jahr, der Mann ist die Hölle! Mama Sigrid, Vierte ihrer AK in Winschoten (ebenfalls in 9:49 Std.) steht ihm kaum noch nach (aktuelle Westdeutsche Marathonvizemeisterin in 3:30:55 letzte Woche am Baldeneysee und heute schon wieder „zum Auslaufen“ unterwegs) und ihr Sohn Hans ist auf dem besten Wege, ebenfalls mal Marathonläufer zu werden. Vorletzte Woche noch haben sie als Staffel „3genHoffmann“ Waldbreitbach unsicher gemacht.

Nach etwa 30 km kommen uns die führenden Halbmarathonis entgegen und verengen das Feld erheblich, wir müssen rechts ranlaufen, haben aber immer noch genügend Platz, schließlich sind wir ja nicht so viele. Überhaupt grenzt es an ein Wunder, daß ich bei einem Ein-Runden-Kurs und 129 Finishern nicht mutterseelenalleine laufe. Übrigens ist die Strecke wirklich idiotensicher (also für mich gerade so ausreichend!) ausgeschildert, wer hier falsch läuft, dem ist nicht zu helfen.

Die letzten acht km geht es weitgehend moderat bergab ins Ziel nach Hachenburg zurück, von dem jedoch akustisch absolut nichts zu vernehmen ist, erst etwa 300 m vor dem Ende kann ich Stimmen und Moderation vernehmen. Diese 300 m haben es allerdings in sich, durch enge Gassen mit schönsten Fachwerkhäusern ist es ein Genuß zu laufen. Leider ist dieser viel zu schnell vorbei, und schon bin ich am „Alter Markt“ – nicht mit dem kölsche zu verwechseln! -, dem Hauptplatz zwischen den beiden Kirchen und schönen renovierten Giebelhäusern am Rande des Schlosses, eingetroffen. Marathonis links, „Gedöns“ rechts, das garantiert volle Aufmerksamkeit und namentliche Nennung. 3:56, prima, Haken dran. Sehr freundlich und mit einer netten Gratulation auf den Lippen hängt mir eine Helferin die wohlverdiente Medaille um.

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Der Moderator fragt mich, ob ich als Vertreter führender deutscher Presseorgane etwas sagen möchte. Welch eine Frage! Und so nutze ich die Gelegenheit, die tolle Organisation, die attraktive Strecke und das hervorragende Wetter zu loben. Ganz nebenbei rühre ich natürlich für unsere Seite die Werbetrommel. Ganz toll finde ich die Einrichtung eines separaten kleinen Verpflegungszelts für uns Marathonläufer, wo die Verpflegung gut ist und die Hachenburger Brauerei so ziemlich ihre komplette Angebotspalette zur Verkostung bereitgestellt hat. Und da wir schön sitzen können, wird das auch ausgiebig genutzt. Dank vorausgegangenen Kleidertransports findet hier jeder auch seinen Beutel mit Wechselkleidung. Danach hätten wir sogar den Shuttleservice zur Rundsporthalle nutzen können, ziehen aber das Dahinhumpeln vor. Die Halle ist brechend voll, die Siegerehrung in vollem Gange. Froh, hier gewesen zu sein, ziehe ich, unterstützt von Iron Maiden in Konzertlautstärke, wieder heimwärts.

ehr viele Fotos zu diesem Bericht sind auf marathon4you.de zu finden.

 

Startgeld:
20 € (2 € Nachmeldegebühr)

Streckenbeschreibung:
Einrundenkurs mit 455 Höhenmetern, manuelle Zeitnahme

Rahmenprogramm:
Im Rahmen des Löwenfestes von Freitag bis Sonntag (u.a. Vortrag von Herbert Steffny)

Weitere Veranstaltungen:
Bambiniläufe (600 und 1.200 m), Schülerlauf (1.800 m), 6 km-Lauf/-Walking, 10 km-Lauf, Halbmarathon

Auszeichnung:
Medaille, Urkunde vor Ort und übers Netz. Die Klassensieger erhalten Sachpreise und die größte Teilnehmergruppe bekommt als Bonus ein 50-l-Fass Bier der Hachenburger Brauerei.

Logistik:
Wechselkleidung wird zum Ziel transportiert, Shuttleservice zurück zum Start (Duschen)

Verpflegung:
Tee, Wasser, Cola, Bananen, Äpfel und Riegel an 6 Punkten (inkl. Ziel)

Zuschauer:
Außer an Start und Ziel Fehlanz

Letzte Änderung am Montag, 29. Mai 2017