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35. Osterlauf Erpel am 03.04.2010

Schon wieder auf dem Rheinsteig

 

Kaum sind acht bzw. drei Tage nach meinen beiden letzten schweren Ultras (wenn auch ohne Zeitnahme) über den Rheinsteig vorbei, schon führen mich zumindest einige Meter wieder über den selben. Denn ein paar Meter der 2. Etappe sind identisch mit der heutigen Strecke.

Der TuS Erpel richtet auf dem Plateau “Erpeler Ley” hoch über der ehem. Ludendorff-Brücke, besser bekannt als die Brücke von Remagen, bereits zum 35. Mal den Klassiker Osterlauf aus. Längste und damit meine Disziplin sind 6 große Waldrunden á 1.575 m, insgesamt also 9,45 km. Da ich in erster Linie Flyer für den Malberglauf auslegen will und schlecht zuschauen kann, wenn andere laufen, schnüre ich schon wieder die Laufschuhe.

Ob das allerdings so kurz nach den beiden fordernden Läufen intelligent ist, wird sich zeigen. Ich habe absolut keine Ahnung, was heute geht und ich werde - ohnehin nicht sonderlich schnell - das Ganze mal ruhig angehen und schauen, wie weit die Kraft reicht. Für 44 Minuten müßte ich einen Schnitt von 4:39 min hinlegen, unter normalen Umständen kann das kein Thema sein. So werde ich heute mal mein Tempo anhand der Laufuhr kontrollieren und schauen, was dabei herauskommt. Die äußeren Bedingungen sind günstig: Nicht so schlecht wie angekündigt, trocken bei 11° (im vorigen Jahr waren es satte 22°).

Wie fast immer treffe ich “meine” Siebengebirgler und es ist schön, mit Ihnen “zo schwade”. Angela läuft wieder - hurra! -, derKlaus ist gut drauf und auch Chris brennt. Na denn! Der Start erfolgt auf einer Wiese, um die herum ein Laufweg führt, fast wie in einem kleinen Stadion. Zunächst geht es aber mal vom “Stadion” einige wenige Höhenmeter in den Wald, wo der größte Teil der Runde verläuft.

Wie immer ist die erste Runde zu schnell, die 6:52 min. sind heute nicht durchzuhalten, das wird schnell klar. Ich klebe  am derKlaus, kann aber Hans-Albert (M 70) nicht im Ansatz halten. Der Junge ist ein Phänomen. OK, ohne die Vorgeschichte von letzter Woche wäre das sicher ein Ansporn gewesen. Wahnsinn - einen M 70er nicht halten zu können!

Die zweite Runde ist mit 7:18 schon realistischer, jedoch schmerzen die Schienbeine. Auf der dritten (7:22) ziehe ich am derKlaus vorbei und werde auf der vierten (7:23) schon zur Mitte zum ersten Mal überrundet. Dafür ist das Schienbeinaua verschwunden. Auf der fünften (7:24) beginne ich auch zu kassieren, darf mir darauf aber wahrlich nichts einbilden. Auch die letzte bleibt schön gleichmäßig in 7:20, auf einen Endspurt verzichte ich großzügig, denn: wofür? Die 43:38 min am Ende liegen mehr als im Plan und ein Osterei zur Belohnung gibt’s auch so.
 

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Beim gemeinsamen Wundenlecken erzählt Hans-Albert von seiner niedrigen 41 (!) und wir philosophieren über das Alterslaufen im Allgemeinen und Doping im Speziellen (nicht wegen ihm). Chris hat mit seiner 45er Zeit erstmals nach vielen Auftritten in Erpel die 50 Minuten deutlichst unterboten. Auf meine Frage, welches verbotene Doping denn dazu geführt habe, hat er sofort die Erklärung parat: “Ich hatte heute Morgen Sex.” Und bevor ich jetzt weiter abdrifte, höre ich lieber auf zu erzählen... :-)

Letzte Änderung am Montag, 29. Mai 2017