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11. Argenthaler Adventstrail am 30.11.2025
 

VfL-Quintett im Hunsrück erfolgreich

Der Ruf der LLG Hunsrück zum Argenthaler Adventstrail war selbst im rheinischen Westerwald nicht zu überhören gewesen. Daher machte sich ein Quartett des VfL Waldbreitbach am Vorabend des 1. Advents auf die gut einstündige Fahrt, um erstmals an dieser überregional bekannten Kultveranstaltung teilzunehmen. Erneut gab es einen Anmelderekord, wie zu vernehmen war: Gute 900 waren eingegangen, aber jeder Dritte blieb, aus welchem Grund auch immer, zuhause. Im Angebot standen Läufe über 2,9 km, 11,8 km und 17,6 km. Letzterem stellten sich die Lauftreffler aus Waldbreitbach, wohl wissend, daß respektable 350 Höhenmeter auf- und abwärts sowie hunderte im Wald verteilte Christbaumkugeln auf sie und die 326 Köpfe zählende Konkurrenz warteten.

Natürlich ging es sofort aufwärts. Wer nicht ganz vorne unterwegs war, fand sich in einer Läuferschlange wieder, die sich erst nach vier km einigermaßen auflösen sollte. Doch war dies das geringste Problem, denn bei dieser Veranstaltung stand Trail (schmale, gewundene Trampelpfade) nicht nur drauf, sondern auch drin und entpuppte sich als der weit überwiegende Untergrund.

 

Strecke_Argenthal_300

Daher klebten die Augen förmlich am Boden, eventuelles Überholen war häufig zweitrangig. Am Waldsee vorbei, einem beliebten Naherholungsgebiet, zog sich die Läuferkarawane aufwärts bis zum Argenthaler Steinbruch, in dem Quarzit gewonnen wird. Kurz hinter dem 635 m hohen Simmerkopf als höchsten Punkt der Strecke erfolgte zur Freude aller Teilnehmer eine Verpflegung, bei der auch der gerade im Winter hochbeliebte warme Tee nicht fehlte. Im munteren Auf und Ab reihte sich ein toller Pfad an den nächsten, bis nach 13 km der Verpflegungspunkt wieder erreicht und der Rückweg angetreten wurde. Natürlich waren die Untergründe aufgrund der Witterungsverhältnisse teilweise sehr matschig und insbesondere auf den steilen Bergabpassagen mit Vorsicht zu genießen. Dies gelang den Fünfen jedoch fast unfallfrei, zumindest ohne negative Folgen. Im Ziel war die Zufriedenheit groß, denn alle waren in der Lage gewesen, ihr Potential abzurufen. Schnellster VfL-Athlet wurde Arne v. Schilling (M50) in 1:20:30 Std., gefolgt von Ricky Stiehler (M45) in 1:45:28 Std., Iris v. Schilling (W45) in 1:45:54 Std., Wolfgang Bernath (M65) in 1:49:12 Std. und Achim Vogt (M55) in 1:59:07. Std.
 

Start_Argenthal


Doch damit nicht genug. Das Besondere an der Gesamtwertung ist die Berücksichtigung eines Altersbonus auf die gelaufene Zeit. Dabei erfolgen nach einer bestimmten Formel Zeitgutschriften, welche die erbrachten Leistungen unabhängig von der erzielten Laufzeit vergleichbar macht. Wer also trotz höheren Alters schnell gelaufen ist, den spült es in der Wertung nach vorne. Arne v. Schilling spülte es ganz nach vorne, sodaß er als Gesamtsieger, reich beschenkt, mit einem breiten Lächeln im Gesicht die Heimreise antreten konnte. Selber erbrachte diese für ältere Damen und Herren schmeichelhafte Rechnerei den 52. Platz unter 253 Männern ein. Aus der erzielten 1:49:13 Std. wurde auf wundersame Weise eine 1:24:41 Std., wie praktisch! Zu siegen ruft nach Titelverteidigung, weshalb der VfL Waldbreitbach wohl auch im kommenden Jahr seine Visitenkarte im Hunsrück abgeben wird.